Die Fusion von Thyssenkrupp und Tata ist geplatzt. Jetzt bangen Tausende Stahlarbeiter in NRW um ihre Jobs. Doch die Zeiten des lauten Protests scheinen vorüber, wie ein Besuch im Werk Duisburg-Hüttenheim zeigt.
Die Welt ist im Umbruch, aber Deutschland scheint zu schlafen. Um unser Land zukunftsfähig zu machen muss der Wissenstransfer zwischen Industrie, Verwaltung und Wirtschaft sowie das Aufbrechen von Silos gelingen.
Die Fusion der beiden letzten deutschen Großbanken ist abgeblasen. Und die Erleichterung ist überraschend groß. Aus dem Ausland wächst das Interesse an der Commerzbank. Doch auch die Deutschen Bank muss sich bewegen.
Commerzbank und Deutsche Bank werden nicht fusionieren. Die Risiken waren wohl zu groß, der Gegenwind der Investoren zu mächtig. Und auch der Rückhalt aus der Politik für die Megabank fehlte am Ende.
Bei einem Treffen zwischen den Chefs von Commerzbank und Deutsche Bank ist es zu Unstimmigkeiten gekommen. Beim Preis und Zeitplan der geplanten Fusion gehen die Vorstellungen auseinander. Die Kanzlerin versucht, die Steuerzahler zu beruhigen.
Noch vor Ostern wollen die Kreditinstitute über einen möglichen Zusammenschluss entscheiden. Kommt er, wird es wohl für die Postbank besonders bitter. Probleme bereitet aber ein anderer Stolperstein.
Bayer hat sich wohl vergaloppiert: Schon lange vor dem Deal wurde die Glyphosat-Problematik heftig diskutiert. Jetzt, wo die Deutschen die Eigentümer sind, öffnen US-Gerichte die Schleusen. Das war zu erwarten.
EVP-Spitzenkandidat Weber sieht Europa durch den Handelskrieg zwischen den USA und China gestärkt. Die EU müsse dafür sorgen, dass sie der Volksrepublik strategische Unternehmenskäufe in Schlüsselbereichen untersagen könne. Er warnt vor Naivität.
Die Deutsche Megabank scheint zum Greifen nahe. Allerdings gibt es massive Widerstände gegen ein Zusammengehen. Vor allem der Herrscher-Familie aus Katar geht angesichts des Kursdesasters langsam die Geduld aus.
EU-Kommissar Valdis Dombrovskis hat klare Erwartungen an eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank: Steuergeld wird nicht fließen. Für die Bankenbranche generell hat er aber noch eine unmissverständliche Botschaft.
Commerzbank und Deutsche Bank befinden sich in Fusionsverhandlungen. Selbst der an beiden Banken beteiligte US-Finanzinvestor Cerberus stimmt nun einer Fusion zu. Falls zwei Patienten fusionieren, darf sich die Politik ihren negativen Beitrag gutschreiben.
Der Ex-Grünen-Abgeordnete im Bundestag Gerhard Schick kämpft mit einer Bürgerbewegung für ein gerechtes Finanzsystem. Er übt scharfe Kritik an der Regierung im Umgang mit der Bankenfusion: Es scheint, als habe sie aus der Krise nichts gelernt.
Deutsche Bank und Commerzbank müssen ihre mögliche Fusion sorgfältig prüfen. Käme es zu einer Ablehnung, sollte diese gegenüber Berlin gut begründet sein. Der Bundesfinanzminister wünscht sich ausdrücklich eine international tätige Großbank.
Das politische Interesse an den Gesprächen von Deutscher Bank und Commerzbank ist groß. Denn wenn die Gespräche scheitern, droht eine ungewisse Abhängigkeit von anderen Ländern. Für die Bundesregierung wird der Fall zum Prüfstein.
Deutsche Bank und Commerzbank verhandeln über einen möglichen Zusammenschluss. In einer Mitteilung wandte sich Institutschef Christian Sewing an seine Mitarbeiter. Die Gewerkschaften fürchten derweil den Abbau von mehreren Zehntausend Stellen.
Deutschland soll einen globalen Finanzchampion bekommen. Deshalb drängt die Bundesregierung die Chefs von Deutscher Bank und Commerzbank zu Fusionsgesprächen. Doch der Zusammenschluss ist heikel – sogar von Gesetzesänderungen ist schon die Rede.
Deutschland braucht einen global agierenden Finanzriesen, glaubt man in Berlin. Auf Druck der Bundesregierung verhandeln die Kreditinstitute deshalb über eine Fusion. Es soll schnell gehen - denn die Europawahlen könnten das Vorhaben blockieren.
Während sich die Börsen erholen, läuft es für Großmeister Warren Buffett schlecht: Gerade stürzte die Aktie von Kraft Heinz ab und verhagelte seiner Holding Berkshire das Ergebnis. Schlimmer: Buffett weiß nicht, wohin mit dem vielen Geld.
Aus Sorge vor dubiosen Firmeneinkäufern aus Asien werden Direktinvestitionen jetzt europaweit überwacht. Peking ist verdächtig still und scheint nicht daran zu glauben, dass die Regeln wirken. Schuld daran ist ein altes EU-Problem.
Keine Ruhe bei den Ferienfluganbietern. 2017 ging Air Berlin in die Insolvenz. In diesem Jahr schockte erst die Germania-Pleite die Urlauber – und nun stellt auch noch der Reisekonzern Thomas Cook seine Fliegersparte zur Disposition.
Die EU-Kommission hat der Fusion von Siemens und Alstom eine Absage erteilt. Es sei wichtig, den Wettbewerb zu erhalten. Kritiker bezeichnen das als schweren Fehler. Nun profitiere ein mächtiger Konkurrent außerhalb Europas.
Siemens und der französische Rivale Alstom dürfen ihr Zug-Geschäft nicht zusammenlegen. Das untersagt die EU-Kommission. Die Regierungen in Berlin und Paris hatten die Bildung eines „Airbus der Schiene“ unterstützt.
Lange Zeit grassierte die Angst vor einem Ausverkauf der deutschen Industrie an China. Doch nun ist die Zahl der Übernahmen drastisch zurückgegangen. Das liegt an neuen gesetzlichen Regelungen hierzulande – aber auch an den Chinesen selbst.
Der internationale Messeveranstalter Reed Exhibitions kauft den Konkurrenten Mac Brooks. Kein Einzelfall, sondern weltweiter Trend. Nur Deutschland nimmt hier einen Sonderstatus ein.
Die schlechte Botschaft für alle Europäer vorweg: Die CRRC China Railway Rolling Stock Corporation wird wieder obsiegen – egal wie das Spiel um die Fusion der Bahntechniksparten von Siemens und Alstom ausgeht.
Afrikas Zeitalter kommt: Unternehmenspartnerschaften bieten dabei Chancen für Deutschland und das Partnerland. Sie haben auch das Potenzial, einen Beitrag zur Lösung von Afrikas brennendsten Problemen zu liefern.
Acht Milliarden Dollar hat sich SAP den Kauf der US-Firma Qualtrics kosten lassen. Die Investition soll SAP laut Chef McDermott einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern verschaffen, die sich weiter auf rückwärtsgerichtete Daten stützen.
Noch im vorletzten Quartal wurde das größte Transaktionsvolumen bei Firmenübernahmen mit deutscher Beteiligung gemessen. Doch nun ist der Index massiv eingebrochen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.
Kurz vor Ende der aktienrechtlich erlaubten First hat die US-Kartellbehörde die Fusion von Praxair und Linde durchgewunden. Während sich die Vorstände der Industriegasehersteller freuen dürfen, haben die deutschen Arbeitnehmer Bedenken.
Die M&A-Performance hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verbessert. Gleichzeitig steigen die Ansprüche, Übernahmen und Fusionen effektiv durchzuführen. Doch Erfahrungen vergangener Prozesse gehen immer wieder verloren.
Die Zukunft der Bahntechnik könnte aus China kommen. Um mitzuhalten, wollen die Hersteller Siemens und Alstom fusionieren. Doch die EU könnte das hoch politische Unterfangen stoppen. Die Unternehmen warnen: „Es gibt keinen Plan B.“
Die ehemaligen Rivalen Karstadt und Kaufhof haben sich auf einen Zusammenschluss geeinigt. Dem Deal sind aufwendige Absprachen vorangegangen. Vor allem eine Managerin hat energisch für die Lösung gekämpft.
Mit einem harten Sanierungskurs hat Stephan Fanderl Karstadt nach mehr als einem Jahrzehnt voller Verluste zurück in die Gewinnzone gebracht. Jetzt wartet eine neue Aufgabe auf den 54-jährigen Manager: die Zusammenführung der Erzrivalen Karstadt und Kaufhof.
Dass der Zusammenschluss von Linde und Praxair nicht leicht werden würde, war immer klar. Aber mittlerweile sieht es so aus, als entscheide die US-Kartellbehörde gerade über die langfristige Weltmarktführung im Industriegase-Markt.
Zehn Jahre nach dem Einstieg einer Investorengruppe bei Deutschlands führender Reederei ziehen Aufsichtsrat und Vorstandschef Bilanz. Nach der schwierigen Phase seit der Finanzkrise haben sie ein Versprechen an die Aktionäre.
Der tschechische Braunkohle-Milliardär Daniel Kretinsky greift nach der Macht bei Deutschlands Großhandelsriesen. Er hat gute Chancen, die Aktienmehrheit zu übernehmen. Sind dann die Tage von Metro an der Börse gezählt?
Gerade hat der Bund eine Großinvestition aus der Volksrepublik verhindert. Es ging um ein Stromunternehmen. Aber was, wenn das von Kommunisten regierte Land Lust auf etwas Großes hätte – auf BASF zum Beispiel? Da sähe Berlin hilflos aus.
Daimler und Bayer, Continental und Siemens: Um agiler zu werden, filetieren sich die Großkonzerne der deutschen Wirtschaft selbst. Das könnten sie noch bitter bereuen, denn so werden sie zur leichten Beute.
Die Gewinnzahlen fallen höher aus als erwartet, und die Aktie des größten deutschen Geldhauses steigt. Doch Anleger feiern bereits, wenn es nur noch wenig bergab geht. Denn für eine Entwarnung ist es noch viel zu früh.
Mit der Fusion von ThyssenKrupp und Tata schreitet die Konsolidierung der Stahlindustrie voran. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die lange Liste der Probleme treibt den Stahlmanagern den Schweiß auf die Stirn.
Karstadt und Kaufhof machen Tempo auf dem Weg zu einer Fusion. In einem Papier wurden erste Eckpunkte festgelegt. Die Zahl der schließungsgefährdeten Häuser könnte kleiner sein als gedacht.
Mit der Abspaltung der Stahlsparte vollzieht Thyssenkrupp den größten Einschitt in der über 200-jährigen Konzerngeschichte. Doch Investoren setzen den Vorstand weiter unter Druck.
Werner von Häfen, Betriebsratschef bei Thyssenkrupp Steel, sagt, die Fusion von Thyssenkrupp und Tata Steel war nicht alternativlos. Im Interview spricht er über die Zukunft des Stahls, Sorgen der Arbeitnehmer – aber auch über neue Chancen.
Mithilfe der Arbeitnehmer hat ThyssenKrupp das Joint Venture mit Tata Steel absegnen lassen. Damit entsteht Europas zweitgrößter Stahlkonzern mit 48.000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Großbritannien und Holland.
Die Volksrepublik wird immer auch ein Kontrahent bleiben: Diese Erkenntnis zerstört in Deutschland einen alten liberalen Konsens. In Diskussionen der Fachleute fallen alte Denkverbote wie die Dominosteine.
Dass wieder über einen Zusammenschluss der Deutschen Bank mit der Commerzbank spekuliert wird, offenbart den desolaten Zustand des Instituts. Trotz Dementi könnte der Schritt sogar notwendig werden – wenn Konkurrenten Druck aufbauen.
900 Milliarden Dollar stellt die chinesische Regierung bereit, um das ambitionierteste Infrastrukturprojekt der Ära des Staatschefs Xi Jinping anzustoßen: die neue Seidenstraße. Hauptprofiteur wird vor allem China selbst sein.
Die US-Kartellbehörden haben die Übernahme von Monsanto durch Bayer genehmigt. Es ist der größte und umstrittenste Deal in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die „teuflische Übernahme“ wird die Welt verändern.
Die rasanten technologischen Veränderungen treiben deutschen Managern Sorgenfalten auf die Stirn. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch sie glauben auch, ein mögliches Rezept gefunden zu haben, von dem Wandel zu profitieren.
Bruce Flatt gehört in den USA zu den erfolgreichsten Investoren. Durch Zukäufe will er nun auch in Deutschland Fuß fassen. Den Mittelständlern, die er übernimmt, macht er ein verlockendes Versprechen.