In Reichersberg könnte schon bald ein Amazon-Standort entstehen. Geplant ist ein riesiges Gelände – etwa viermal so groß wie der Schlosspark Schönbrunn in Wien. Für die Region würde das rund 1500 neue Arbeitsplätze bringen – und damit auch deutlich mehr Einnahmen aus der Kommunalsteuer.
Nachbar von FACC
Von der Ansiedelung betroffen wären vor allem die Gemeinden St. Martin im Innkreis und Ort im Innkreis, wo bereits jetzt ein Großteil der 2500 FACC Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohnen. FACC wäre quasi dann der Nachbar des Versandriesen. Zuständig für das geplante Projekt ist allerdings die Gemeinde Reichersberg. Und genau dieser Gemeinderat könnte das Projekt am Donnerstagabend verhindern.
Offiziell will aus der Gemeinde niemand ein Interview geben. In Gesprächen mit Gemeinderäten wird jedoch deutlich: Es gibt Sorgen, dass die Auswirkungen eines so großen Betriebs unterschätzt werden. Denn mit den neuen Arbeitsplätzen würden auch neue Einwohner kommen – und mit ihnen beispielsweise auch mehr Kinder.
Auswirkungen nicht absehbar
Ein Betreiber eines Hofladens erhofft sich durch einen möglichen Zuzug mehr Kundschaft. Bei der Abstimmung wird jedenfalls eine Entscheidung getroffen, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus Wellen schlagen könnte.
Ort im Innkreis wäre die Gemeinde, die unmittelbar neben dem Wirtschaftpark liegt. Bürgermeister Walter Reinthaler von der FPÖ fiebert der Entscheidung entgegen und sagt im Vorfeld, dass durch FACC bereits Menschen aus 29 Nationen den Ort bevölkern würden. Bauträger würden sich bereits in Ort im Innkreis für neue Wohnungsprojekte umsehen, was wiederum für eine Ansiedlung eines Betriebes stehen könnte.